Führung durch die Römerstadt
Rund 1,5 Stunden in kleiner Gruppe durch Forum, Tempel, Basilika, Markt und Fischsalzereien, auf Englisch oder Spanisch. Treffpunkt ist der Parkplatz am Eingang der Ausgrabung.
ab 32 €
Ticket buchenDie römische Stadt an der Straße von Gibraltar entstand im 2. Jahrhundert v. Chr.
Baelo Claudia liegt im Westteil der Bucht von Bolonia in der Gemeinde Tarifa und gehört zum Parque Natural del Estrecho. Erhalten sind Forum, Tempel, Basilika, Markt, Theater, Thermen, das Viertel der Fischsalzereien, Aquädukte und eine vollständige Stadtmauer. Das Museum im Besucherzentrum ist seit Juli 2026 wieder geöffnet.
Rund 1,5 Stunden in kleiner Gruppe durch Forum, Tempel, Basilika, Markt und Fischsalzereien, auf Englisch oder Spanisch. Treffpunkt ist der Parkplatz am Eingang der Ausgrabung.
ab 32 €
Ticket buchenBaelo Claudia liegt bei Tarifa im Westteil der Ensenada de Bolonia, zwischen der Sierra de la Plata und der Sierra de San Bartolomé. Die Ausgrabungsstätte gehört zum Parque Natural del Estrecho und wird als Conjunto Arqueológico von der Junta de Andalucía betrieben. Gegenüber liegt der Strand von Bolonia mit seiner Düne. In Baelo sind alle typischen Elemente einer römischen Stadt erhalten: Forum, Tempel, Basilika, Verwaltungsbauten wie Curia und Archiv, Markt, Theater, Thermen, ein Industrieviertel, Aquädukte und eine vollständige Stadtmauer.
Baelo entstand im 2. Jahrhundert v. Chr. an der Straße von Gibraltar. Fischsalzerei und Handel mit Nordafrika prägten die Stadt, ihr Hafen verband sie mit dem heutigen Tanger. Strabon nannte Baelo um 18 n. Chr. einen Hafen für die Überfahrt nach Tingis. Bis zur ersten Hälfte des 2. Jahrhunderts n. Chr. entstanden ein großes Forum, Bauten für Spiele und ein großer Salzereikomplex. In dieser Zeit erhielt die Stadt den Beinamen Claudia und den Rang eines römischen Municipiums. Ab Mitte des 2. Jahrhunderts setzte der Niedergang ein, wohl beschleunigt durch ein Erdbeben im 3. Jahrhundert. Um das 7. Jahrhundert wurde die Stadt aufgegeben.
Die systematische Erforschung begann 1917 mit vier Grabungskampagnen des französischen Hispanisten Pierre Paris, George Bonsor grub in der Ostnekropole. 1966 belegten geophysikalische Untersuchungen die Bedeutung der Stadt, die Casa de Velázquez grub von 1966 bis Ende der 1980er Jahre. 1990 gründete die Junta de Andalucía das Conjunto Arqueológico.
Der empfohlene Rundgang hat 15 Stationen. Er beginnt an der Spätnekropole und führt am Ostaquädukt und an den Mauertürmen vorbei zur Puerta Este, auch Puerta de Carteia genannt, die um 10 v. Chr. unter Augustus entstand, und zur Ostnekropole. Innerhalb der Mauern liegt am Strand das Viertel der Fischsalzereien, eines der größten ausgegrabenen der Iberischen Halbinsel. Die Salzereien stammen überwiegend aus dem 1. bis 5. Jahrhundert n. Chr.
Weiter geht es zum Forum mit der Basilika aus den Jahren 50 bis 70 n. Chr., zum Macellum mit zehn Läden um einen Hof, zur Puerta Oeste oder de Gades, zu den Stadtthermen und zur Westmauer, die einst 25 Türme hatte. Das Theater entstand um 60 n. Chr. Die drei fast gleichen Tempel der Kapitolinischen Trias stehen auf einer Plattform 5 m über dem Forum, daneben liegt der Isis-Tempel. Über ein Nebentor geht es zurück zum Besucherzentrum. Der Decumanus Maximus ist 9 m breit, Aquädukte führten Wasser von Punta Paloma, aus der Sierra de la Plata und von Norden heran.
Das Besucherzentrum mit dem Museum wurde im Dezember 2007 eröffnet und stammt vom Architekten Guillermo Vázquez Consuegra. Ab Mai 2025 war das Museum für eine Sanierung des Gebäudes geschlossen, im Juli 2026 öffnete es mit neuer Museografie wieder. Die Dauerausstellung zeigt eine an neue Forschungsergebnisse angepasste Sicht auf die römische Stadt. Seit dem 28. Juli 2026 läuft eine Wechselausstellung mit Illustrationen von Arturo Redondo, die die Stadt vor 2.000 Jahren zeigen.
Vom 21. März bis 20. Juni ist das Gelände dienstags bis samstags von 9:00 bis 21:00 Uhr geöffnet, vom 21. Juni bis 20. September von 9:00 bis 15:00 Uhr und vom 21. September bis 20. März von 9:00 bis 18:00 Uhr. Sonntags, an Feiertagen und an Montagen vor einem Feiertag gilt ganzjährig 9:00 bis 15:00 Uhr, sonst bleibt es montags geschlossen. Der letzte Einlass ist 30 Minuten vor Schluss. 2026 ist am 24., 25. und 31. Dezember geschlossen.
Für Bürger der EU ist der Eintritt mit Nachweis frei, für Besucher aus anderen Ländern kostenpflichtig. Einzelbesucher brauchen keine Reservierung. Gruppen ab zehn Personen, Familien ausgenommen, müssen vorab über die Reservierungsplattform der Consejería de Cultura buchen. Führungen für Gruppen bietet das Conjunto nicht an.
Während der Bauarbeiten im Empfangsbereich führt der Zugang zum Gelände über den Südparkplatz an der Vereda de la Reginosa an der Strandlinie. Das Museum ist zugänglich, der Patio del mirador und die Bibliothek bleiben bis zum Ende der Arbeiten geschlossen. Von der N-340 führt die Straße Richtung Bolonia und El Lentiscal nach weniger als acht Kilometern zum Conjunto.
Auf dem gesamten Gelände sind Essen und Trinken außer Wasser, Rauchen und Haustiere nicht erlaubt. Gegessen wird nur im Picknickbereich neben dem Museum, der mit Bänken und Tischen für 50 Personen während der Öffnungszeiten offensteht.
Unterhalb der Ruinen liegt der Strand von Bolonia, nahe dem Conjunto erhebt sich die Wanderdüne an der Punta Camarinal. Weitere Badeorte stehen unter Strände, Ausflugsziele unter Umgebung und die Anfahrt nach Tarifa unter Anreise. Burg, Altstadt und Insel fasst die Übersicht der Sehenswürdigkeiten zusammen.